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Presse/Berichte:  
01.12.2010  'Neue Spitze im jungen Parlament'
08.09.2010  'Abschluss mit vielen Empfehlungen'
01.06.2010  'Jung und voller Tatendrang' - Artikel eZeitung-PDF
30.06.2010  'Weiterhin mitmischen in der Politik'
19.06.2010  'Einmal im Leben ein Abgeordneter sein'
07.06.2010  'Minske-Preis für Vlothos Jugendparlament'
03.06.2010  'Jugendparlament erobert das Netz'
30.04.2010  'Mehr Spaß für Vlothos Skater'
29.04.2010  'Jugendliche loben guten Austausch'
24.03.2010  'Lob für Förderverein und Jugendparlament'
18.03.2010  'Dritte Sitzung des Kinder- und Jugendparlamentes'
15.11.2009  'Das Vlothoer Jugendparlament kämpft für bessere Freizeitmöglichkeiten'
09.11.2009  'Fruchtbarer Arbeit steht nichts mehr im Weg'
09.10.2009  'Wir wollen Disco-Bus nach Vlotho holen'
01.12.2010 Vlothoer Anzeiger  

Neue Spitze im jungen Parlament
Erste Sitzung des neuen Vlothoer Kinder- und Jugendparlaments / Charlotte Frodermann gewählt

VON SOPHIE MONO


Vlotho (va). Ein bisschen zaghaft sind sie noch, doch auch Motivation ist schon zu spüren. Die Mitglieder des zweiten Vlother Kinder- und Jugendparlaments trafen gestern erstmals zusammen. Als Sprecherin ernannten sie Charlotte Frodermann.


Peter Weyer unterstützte den ehemaligen Sprecher Lennart Domnick (rechts) bei der Auszählung der Stimmzettel für das neue Sprecherteam.

Ein wenig schüchtern betreten die dreizehn Mitglieder des neuen Jugendparlaments den Sitzungssaal des Rathauses und lassen sich dort nieder, wo sonst der Stadtrat tagt.

In den vergangenen Wochen wurden sie dazu berufen. Vier von den Schülern der Hauptschule, vier von der Realschule und vier vom Weser-Gymnasium. "Der Stadtjugendring stellte diesmal nur eine Abgeordnete", erzählt Peter Weyer. Er ist in der Jugendpflege der Stadt Vlotho tätig und begeistert, dass sich wieder so viele Jugendliche gefunden haben. "Ich weiß, dass die meisten neben der Schule viel zu tun haben. Selbstverständlich ist es da nicht, dass sie ihre Freizeit opfern." Er ist guter Dinge, dass das neue Kinder- und Jugendparlament ebenso engagiert an die Projekte herangehen wird wie es das letzte unter Sprecher Lennart Domnick getan hat.

Man merkt Lennart an, dass er bereits mehrmals im Sitzungssaal des Rathauses war. Selbstbewusst und zielstrebig steuert er auf den Kopf der langen Tischreihen zu - dorthin, wo sonst Bürgermeister Bernd Stute sitzt. Der muss diesmal hinten Platz nehmen - schließlich hat im Jugendparlament vor allem Sprecher Lennart etwas zu sagen. Ein Jahr lang führte er das allererste Parlament der jungen Vlothoer an. Souverän meisterte er gestern auch seine letzte Sitzung.

"Sein Engagement ist lobenswert", betont Bernd Stute, der Lennart Domnick und seiner Mit-Sprecherin Charlotte Frodermann Urkunden der Stadt Vlotho überreicht. Auch Charlotte merkt man an, dass sie bereits Erfahrungen mit den Gepflogenheiten der Parlamentssitzungen hat. Sie ist die einzige, die auch erneut dabei ist. Allen anderen Ehemaligen war die Arbeit zu zeitintensiv.


Charlotte Frodermann (links) ist neue Sprecherin im Kinder- und Jugendparlament Vlotho. Ebenfalls im Sprecherteam sind Laura Wolf (5. v.l.), Enes Sahin (6. v.r.) und Pascal Kruse (3. v.r.). VA-Fotos: Sophie Mono

Ohne zu Murren übernimmt die Schülerin des Weser-Gymnasiums das Amt der ersten Schriftführerin und lässt sich auch für das Amt der Sprecherin aufstellen. Zögerlich folgen ihr andere Mitglieder.

Einer nach dem anderen geht hinter die Wahlurne und entscheidet sich für einen der Kandidaten, denn schließlich ist die Wahl des Sprechers genau wie bei Bundestagswahlen geheim. Dann heißt es Warten, während Peter Weyer mit Lennart Domnick die Stimmzettel auswertet. Schnell ist das Ergebnis klar: Durch ihr sicheres Auftreten hat Charlotte die Stimmen der meisten anderen auf ihrer Seite und ist somit zur Sprecherin des Parlaments gewählt.

"Damit ist sie zuständig für die Repräsentation des Parlaments vor der Presse und anderen Gremien und wird die Sitzungen leiten", erklärt Lennart Domnick als letzte Amtshandlung und überlässt Charlotte den Platz am Kopfende.

Mit munteren Augen blickt die 16-Jährige in die Runde und geht dann gekonnt zum nächsten Tagesordnungspunkt über. Ein freies Mitglied nimmt das Parlament einstimmig auf, dann ist die Sitzung beendet.

Charlotte Frodermann kann aufatmen. "Ich bin wieder dabei, weil wir im letzten Jahr Sachen bewegt haben, von denen die Erwachsenen nie geglaubt haben, dass wir sie schaffen können", berichtet sie und spielt auf die Skateranlage an, die durch Drängen des Kinder- und Jugendparlaments unter der Weserbrücke erweitert wurde. "Und jetzt bin ich motiviert, noch weitere Projekte durchzusetzen."

Charlotte ist es wichtig, dass auch die Kinder nicht vergessen werden. "Natürlich sind wir Mitglieder alle Jugendliche, aber wir müssen trotzdem auch etwas für die Kleinen tun", findet sie. Die Verbesserung von Spielplätzen will sie deshalb weiterführen.

Mit ihr im Sprecherteam sind Pascal Kruse (Realschule Vlotho), Enes Sahin (Hauptschule Vlotho) und Laura Wolf vom Weser-Gymnasium.

Auch Johannes Schröder von der Vlothoer Stätte der Begegnung beglückwünscht die Schüler gestern zu der Wahl. Er hatte die Jung-Parlamentarier bereits in der ersten Parlaments-Phase begeleitet und wird es auch diesmal tun. "Ich freue mich darauf", sagt er lächelnd.

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08.09.2010 Vlothoer Anzeiger  

Abschluss mit vielen Empfehlungen
Letzte Sitzung des Kinder- und Jugendparlaments ohne Beschlüsse / Nur neues Konto ist sicher

VON DORIS CHRISTOPH


Vlotho (va). Die Luft schien raus zu sein bei der letzten Sitzung des Kinder- und Jugendparlaments vor den Wahlen. Bei anfangs acht, später zehn Leuten war das Gremium nicht beschlussfähig. Die alten Mitglieder verabschiedeten sich denn auch mit der Hoffnung, die neuen Parlamentarier würden bisher Angestoßenes weiter am Rollen halten. Denn weiter machen will kaum einer von den "jungen alten Hasen".


Aufmerksam verfolgten die Mitglieder die Diskussionen um Sylvesterparty, Bikepark und Speedroller-Rennen. Fotos: Doris Christoph

Lediglich eine Meldung gab es bei Punkt sieben zu "Neuwahlen des KuJpV": Ruth Happe konnte sich als einzige der Anwesenden vorstellen, ihre Arbeit fortzusetzen. Und so schien denn auch vieles ins Stocken zu geraten, was das erste Kinder- und Jugendparlament Vlothos ins Rollen gebracht hatte. Linda Rolfsmeyer zeigte vollen Einsatz für ein Silvester auf der Burg.

Die Aufgaben "Speedroller-Rennen" sowie "Bikepark Vlotho" wurden als Empfehlungen an das neue Parlament verwiesen. Mit dem Hinweis bei letzterem sich erst einmal nach der Nachfrage zu erkundigen. "Ich würde die Empfehlung an das neue Jugendparlament geben, herauszufinden, ob es überhaupt genug Interessenten hierfür in Vlotho gibt", meinte Sprecher Lennart Dommick. Denn in der internen Abstimmung fand sich keiner, der eindeutig Farbe zum Projekt bekennen wollte. Die Mehrheit war, wenn auch nicht beschlussfähig, doch dagegen.


Linda Rolfsmeyer zeigte vollen Einsatz für ein Silvester auf der Burg.

Noch in den Kinderschuhen, aber auf bestem Weg ist die Silvesterparty auf der Burg. Gespräche mit der Betreiberin Silke Meier seien gut verlaufen. "Sie war ziemlich kooperativ", erklärte Linda Rolfsmeyer. Die Burg würde die Veranstaltung unter ihrem Namen laufen lassen und sich zum Beispiel um die Getränke kümmern. Auch sei ein möglicher Zeltverleiher aus dem Raum Bad Salzuflen sowie die Volksbank als Sponsor gefunden worden. Ein Party-Planungskomitee aus dem Kalletal habe Interesse bekundet einzusteigen.

Aber: "Es gibt vieles, worum sich im Arbeitskreis gekümmert werden muss", so Rolfsmeyer. Die kritisierte mangelnden Einsatz für das Projekt, das in ihren Augen viel Potential habe. "Ich kann das nicht alles alleine machen." Auf mehrfache Nachfrage nach möglicher Verstärkung gab es nur eine zaghafte Meldung. Auch diese Angelegenheit wurde als Empfehlung in die neue Sitzungsperiode entlassen.

Probleme scheinen zudem bei der Wahl zum neuen KuJpV aufzutauchen: Noch hängen keine Plakate, die Realschul-Vertreter haben diese Schule verlassen und der Kontakt zu den Mitgliedern der Hauptschule besteht kaum noch. Und so konnte die sechste und letzte Sitzung des Parlaments nur mit einer Sicherheit beendet werden: Das Parlament bekommt bald ein eigenes Konto, auf das dann Klaus-Peter Weyer vom Generationenbüro sowie der Vorsitzende Zugriff haben werden. Am 28. September tagen dann die neuen Mitglieder - mit den alten Problemen.

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30.06.2010 Vlothoer Anzeiger  

Weiterhin mitmischen in der Politik
Kinder- und Jugendparlament beackert viele Themen: Rock-Konzert, Skater-Rampe, Bus-Kritik

VON MICHAELA BERBALK

Vlotho (va). Die Jung-Parlamentarier haben Blut geleckt. Viele von ihnen wollen sich für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stellen.


Die jungen Parlamentarier haben sich eingearbeitet. Viele wollen wieder kandidieren. VA-Archivfoto: Thilo Kötters

Sprecher Lennart Domnick und sein Stellvertreter Mehmet Sol haben am Montagabend im Ausschuss für Schule, Jugend und Sport einen Bericht ihre einjährigen Tätigkeit vorgelegt. Fazit: Die Zeit war viel zu kurz. "Als wir angefangen haben, wussten wir nichts. Arbeitswochenenden im Gesamteuropäischen Studienwerk haben uns aber bei der Einarbeitung geholfen", so Lennart Domnick. Vor allem: Das Ziel, Jugendliche zu verknüpfen, sei erreicht worden.

Schade sei allerdings, dass das Jahr so schnell verflogen sei. Neuwahlen stehen bereits nach den Sommerferien an. Die junge Parlamentarier denken darüber nach, die Altersgrenze der Mitglieder von 18 auf 20 Jahren hoch zu setzen. "Denn viele Dinge, womit sich zum Beispiel 15-Jährige beschäftigen, sind doch sehr erheblich", so Domnick. Diesmal werden die Wahlen vom Jugendparlament selbst vorbereitet.


"Rock im Hafen": Heimische Bands, wie die Gruppe "Demonstration", spielten am Freitag. Das Jugendparlament freut sich über die Erfolg.
Foto: Gisela Schwarze

Die Premiere von "Rock im Hafen", Schulbus-Situation, Dirt-Line-Bahn in Uffeln, eine neue Homepage, Kinder-Kino, Silvester-Party, ein Posititions-Papier zum Waldfreibad und die Skateranlage sind Themen, mit denen sich die Jugendlichen auseinandergesetzt haben. Da es Schülerbeschwerden bezüglich des Schülertransportes gibt, ist ein einheitliches Dokument entwickelt worden. Zeit, Art der Beschwerde und Buslinie werden von den Schülern eingetragen. "Wir sammeln dann alles für eine Auswertung", so Mehmet Sol. Großes Projekt: die Sanierung der Skateranlage. "Wir können eine Rampe aus Stemwede bekommen. Die muss allerdings aufgearbeitet werden", sagte Sol.

Zirka 900 Euro werden dafür benötigt, 500 Euro Spendengelder möchten die Parlamentarier einsetzen. Beim Ausbau der Anlage muss das Einverständnis des Grundstückseigentümers, Straßen NRW, eingeholt werden. Außerdem müssen sicherheitsrelevanten Aspekte berücksichtigt werden. Eine zusätzliche Bitumschicht soll auf die Erweiterungsfläche aufgetragen werden. Insgesamt geht die Verwaltung von 10 500 Euro aus.

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19.06.2010 Vlothoer Anzeiger  

Einmal im Leben ein Abgeordneter sein
Lennart Domnick ist vier Tage im Bundestag

Vlotho (va). Ein Wunsch wurde für den 17-jährigen Lennart Domnick wahr: Er wurde für vier Tage zum Abgeordneten des Deutschen Bundestages.


Lennart Domnick (r.) traf den SPD-Bundestagsabgeordneten Stefan Schwartze, der ihm Tipps aus dem politischen Alltag gab. Foto: pr

"Es war spannend, sich mit so vielen Leuten auseinanderzusetzen, die sich genauso sehr für Politik interessieren wie ich", fasst Lennart seine Erlebnisse zusammen. 312 Jugendliche reisten aus dem gesamten Bundesgebiet an, um vom 5. bis 8. Juni beim Planspiel "Jugend und Parlament" das parlamentarische Verfahren nachzuspielen. Die Jugendlichen schlüpfen in die Rollen von Abgeordneten und simulieren an vier Tagen vier Gesetzesinitiativen.

Lennart ist Sprecher im Vlothoer Jugendparlament und legt Wert darauf, dass er parteiunabhängig ist.

Im Planspiel aber gehörte er der Arbeiterpartei Deutschlands (APD) an, die keine Mehrheit im Parlament hatte. "Wir sollten einen Gesetzentwurf durchbringen, der den Verkauf von Alkohol an Jugendliche unter 18 Jahren und die Werbung für Alkohol verbieten sollte."

Ein Gesetz muss zahlreiche parlamentarische Gremien durchlaufen, wie zum Beispiel die Arbeitsgruppe, den Ausschuss und schließlich das Plenum des Deutschen Bundestages. Die 312 Jugendlichen tagten dafür an den Originalschauplätzen. Zu "Jugend und Parlament" gehört auch ein Treffen mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten. Lennart Domnick traf sich mit Stefan Schwartze, der ihn zum Planspiel eingeladen hatte.

Im Gespräch fanden die beiden Vlothoer viele Gemeinsamkeiten: "Tipps habe ich für die Skaterbahn bekommen, für die Stefan Schwartze vor 15 Jahren gekämpft hat. Die Skaterbahn ist jetzt stark beschädigt und wir wollen sie wieder instand setzen und um einige Elemente erweitern", so Lennart.

Prominente Politiker laufen über den Weg

Schwartze, der auch dem Petitionsausschuss angehört, gab Lennart einen Einblick in das Petitionsverfahren und erzählte über seinen bisherigen Werdegang. "Spannend war für mich, alles so hautnah zu erleben," erzählt Lennart. "Die ganzen prominenten Politiker, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, laufen einem hier einfach über den Weg, wie zum Beispiel Frank Walter Steinmeier, Gregor Gysi oder Guido Westerwelle. Besonders gut fand ich, dass wir auch an Orte durften, die sonst nur Abgeordnete betreten dürfen, wie zum Beispiel den Plenarsaal des Deutschen Bundestages."

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07.06.2010 Vlothoer Anzeiger  

Minskepreis für Vlotho's Jugendparlament

August Eversmeier überreicht 300 Euro / Geld fließt in die Reparatur der Skateranlage

Vlotho (va). Seit fast zwanzig Jahren gibt es den Minske-Preis des SPD-Ortsvereins Vlotho. Jetzt wurde er dem Vlothoer Kinder- und Jugendparlament verliehen, das damit eine kaum noch zu nutzende Rampe der Skater-Anlage reparieren kann.


August Eversmeier (links) übergab den Minske-Preis an Mehmet Sol (rechts am Scheck) und seinen Mitstreitern. Helmut Althoff (sitzend) freut sich über die Verleihung an die jungen Leute. Foto: va

In die Mitgliederversammlung der SPD im "Vlotho Inn" brachten Mehmet Sol, Marcel Niebuhr, Maximilian Korting und Niklas Henkel ihre Skateboards mit um zu zeigen, womit sie sich in ihrer Freizeit beschäftigen.

Vier Vertreter des Jugendparlaments nahmen den mit 300 Euro dotierten Minske-Preis der SPD entgegen. Das Geld soll zweckgebunden der Reparatur der maroden Skater-Rampe unter der Weserbrücke dienen.

Vor einigen Wochen hatten Mehmet Sol, Niklas Henkel und einige Skater mit Block, Rechner und Maßband die Anlage unter Brücke mit den beiden vorhandenen Rampen gründlich unter die Lupe genommen. Die kleinere der beiden Rampen befindet sich in einem so schlechten Zustand, dass sie als nicht mehr verkehrssicher gelten könne, stellte Mehmet Sol damals fest (der VA berichtete). Ein Kappstreifen aus Metall und eine Holzbeschichtung sind nötig, um den völlig maroden Rampenbelag zu erneuern. Der derzeitige Zustand der Rampe, vor allem die gefährlich hohe Kante am Boden, macht eine gefahrlose Nutzung unmöglich. Dank einer Spende von außerhalb könnte die etwas in die Jahre geratene und nicht mehr ganz so attraktive Skater-Anlage um eine Minirampe, kleine Quarterpipe und mehrere Betonkästen erweitert werden. Dazu müsste die bisher vorhandene asphaltierte Fläche erweitert werden. Da hoffen die jungen Leute auf die Hilfe der Stadt und namentlich des Bauhofs. Die kleinere der beiden vorhandenen Rampen kann jetzt dank der SPD-Spende repariert werden.

In der Mitgliederversammlung überreichte Ortsvereinskassierer August Eversmeier im Beisein von Helmut Althoff den jungen Leuten den Schauscheck. Die Verleihung des Minske-Preises geht auf eine Idee des langjährigen Ortsvereinsvorsitzenden Althoff zurück. Er hatte vorgeschlagen, den Preis zur Würdigung von besonderen Aktivitäten im Interesse der Allgemeinheit in Vlotho zu stiften. Im Zuge des Jubiläums zum 125-jährigen Bestehen des Ortsvereins 1991 wurde er erstmals verliehen. Bedacht werden können Einzelpersonen, Vereine, Organisationen und Institutionen, die sich mit ihrer Arbeit um das Wohl der Allgemeinheit verdient machen. Die letzten Preisträger waren die Vlothoer Tafel, der Förderverein der Stadtbücherei und der Verein Umsonst und Draußen.

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03.06.2010 Vlothoer Anzeiger  

Jugendparlament erobert das Netz

Gremium startet mit Planungen für Bike-Park in Vlotho-Uffeln / Hoffen auf mehr Hauptschüler
VON OLIVER PLÖGER

Vlotho (va). Ein geplanter Bike-Park am Borlefzener Kirchweg in Uffeln, das mögliche Speedroller-Rennen und der nagelneue Auftritt fürs weltweite Netz - das Kinder und Jugendparlament Vlotho ist voller Elan durchgestartet.


Rund um die Uhr erreichbar: Die neue Internetseite des Vlothoer Kinder- und Jugendparlaments ist seit einigen Tagen online und wartet auf Nutzer. Screenshot: va

Allerdings wünschen sich die Mitstreiter um Sprecher Lennart Domnick mehr Aktive aus der Hauptschule. Bisherige Vertreter hätten signalisiert, dass sie kein Interesse mehr an der Arbeit haben. Hier sollen mit weiteren potenziellen Mitgliedern Gespräche geführt werden. Wie Domnick in der jüngsten Sitzung des Gremiums mitteilte, gehörten dem Kinder- und Jugendparlament aus der Hauptschule nur drei Vertreter an.

Zu den wichtigsten Punkten der Sitzung gehörten die Planungen zu einem möglichen Bike-Park am Borlefzener Kirchweg in Uffeln. Zwei Biker waren anwesend und schlugen die Montage entsprechender Tables und Rampen vor. Eine ausreichende Fläche sei vorhanden, die Kosten würden sich auf geschätzte 4500 bis 5000 Euro belaufen. Wie Peter Weyer als Vertreter der Stadtverwaltung betonte, seien für die 32 Vlothoer Spielplätze im Haushalt 37 000 Euro veranschlagt. "Ich glaube nicht, dass aus dieser Summe noch für einen Bike-Park investiert werden kann." Er schlug den Jugendlichen vor, unabhängig vom Spielplatz-Programm einen eigenen Antrag an den Ausschuss für Schule, Jugend und Sport zu stellen.

Dabei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass möglichst genaue Vorstellungen von den anzuschaffenden Geräten aufgezeichnet werden. Grund: Auch TÜV und Gemeinde-Unfallverband sind einzubeziehen. Weyer: "Eine öffentliche Finanzierung wird es nicht geben, wenn hier in Marke Eigenbau gebaut wird." Weyer hält die Vorstellungen eines Bike-Parks aber dennoch für durchaus realistisch. Das Kinder- und Jugendparlament wird entsprechend verfahren und einen Antrag vorbereiten.

Kritisch äußerte sich Linda Rolfsmeier - ebenfalls Sprecher-Team - über ein mögliches Speedroller-Rennen. Sie halte nicht viel von einer solchen Veranstaltung, da auch 15-Jährige ohne Führerschein teilnehmen könnten. Es könne nicht im Sinne des Kinder- und Jugendparlaments sein, dass sich Leute hier in Gefahr begeben. Frage sei, wie flexibel die Veranstalter sind. "Sehr flexibel", meinte ein Jupa-Mitglied, das selbst seit einigen Jahren solche Rennen fährt.

Diskutiert werden soll künftig über eine Veranstaltung mit Auflagen und Infoständen von Fahrschulen und Polizei. Unklar bleibt auch der Ort des Rennens: Für das Meisenfeld in Exter gab es Bedenken aus dem Amt für Allgemeine Dienste - unter anderem: die ansässigen Firmen könnten rund um die Uhr Lieferungen bekommen. Möglicher Platz für die Veranstaltung wäre jetzt der Minske-Markt.

Mittlerweile hat das Jugendparlament gemeinsam mit den Schülervertretungen einen Bewertungskatalog für den Schülerverkehr erarbeitet. Erste Rückläufe der Befragungsaktion sind bereits eingetroffen, wie Lennart Domnick deutlich machte.

Schüler musste sich im Bus übergeben

Zu den Kritikpunkten, den noch nachgegangen werden muss, gehörte etwa: "Ein Junge hat sich übergeben und der Busfahrer hat nicht angehalten." Als "nicht lustig" bewertete das Parlament diese Begebenheit.

Der Schülerverkehr gehört zu den Projekten des jungen Parlaments, ein anderes ist die Vorbereitung des Rockkonzerts am 25. Juli im Weserhafen (VA berichtete). Mehr darüber gibt es auf der neuen Internetseite des Kinder- und Jugendparlaments. Grundsätzlich soll über das Gremium berichtet werden, die Satzung ist nachlesbar, Protokolle, Presseberichte und die Steckbriefe der einzelnen Mitglieder. Die Seite ist noch im Aufbau und soll nach und nach aktualisiert werden.

Zu den guten Nachrichten der Sitzung gehörte noch das positive Signal aus der Burg, hier eine Silvesterparty zu veranstalten. Darüber hinaus wird die Skateranlage am bekannten Standort neben dem DRK-Heim bleiben und saniert.
www.kinder-und-jugendparlament-vlotho.de

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30.04.2010 Vlothoer Anzeiger  

Mehr Spaß für Vlothos Skater

Jugendparlament setzt sich für Erweiterung der Anlage ein / Hoffen auf Firmenspende
VON BODO KOHLMEYER

Vlotho (BoDo). Das Jugendparlament will nicht nur für Diskussion um jugendspezifische Dinge sorgen, sondern auch konkrete Maßnahmen ergreifen. Ein erstes Arbeitsziel ist die Erneuerung und Erweiterung der Skateranlage unter der Weserbrücke.



Mehmet Sol, Jan Biedermann und Anil Ulisinan wollen die Skateranlage erweitern und reparieren. Foto: Kohlmeyer

Mehmet Sol, Anil Ulusinan, Niklas Henkel, Sebastian Miera und Jan Biedermann gehören zu der Gruppe, die sich für dieses Projekt stark macht. Mit Skateboard, Block, Rechner und Maßband haben sie die Anlage mit den vorhandenen zwei Rampen unter die Lupe genommen.

Zunächst Zweifel am alten Standort

"Wir hatten eigentlich an die Verlegung des Standorts gedacht, da die Örtlichkeit unter der Brücke zwar vor Regen geschützt ist, aber sonst wenig attraktiv und einladend wirkt", erklärte Mehmet Sol. Inzwischen sei man zu der Überzeugung gekommen, an diesem Standort fest zu halten.

Dank einer angekündigten Spende könnte die Anlage um eine Minirampe erweitert werden, zudem wurden der Gruppe eine kleine Quarterpipe und mehrere Betonkästen zugesagt, die an einem Jugendzentrum in der Umgebung nicht mehr genutzt werden.

"Wir haben damit aber ein Platzproblem. Die bisher asphaltierte Fläche müsste erweitert werden. Da hoffen wir auf die Hilfe der Stadt und des Bauhofs", berichtete Mehmet Sol.

Zudem muss vordringlich die kleinere der beiden vorhandenen Rampen repariert werden. "Wenn eine Vlothoer Firma einen Kappstreifen aus Aluminium spenden würde und wir an Holz kämen, um den völlig maroden Rampenbelag zu erneuern, wäre uns sehr geholfen", betonte Mehmet Sol.

Der derzeitige Zustand der Rampe, vor allem die gefährlich hohe Kante am Boden, macht eine gefahrlose Nutzung unmöglich.

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29.04.2010 Vlothoer Anzeiger  

Jugendliche loben guten Austausch

Viele Themen bei Arbeitstagung des Kinder- und Jugendparlaments / Junge Bands beim Hafenfest.

Einen straffen Zeitplan hatten sich 15 aktive des Kinder- und Jugendparlaments (KuJpV) für ihr Arbeitstreffen im Gesamteuropäischem Studienwerk vorgenommen. Ziel der Veranstaltung war es, in den vorher gebildeten Arbeitskreisen intensiv an verschiedenen Themen zu arbeiten, Meinungsbildung voranzutreiben und die nächste Parlamentssitzung gut vorzubereiten.


Die Mitglieder des Kinder- und Jugendparlamentes hatten während ihrer Tagung im GESW Besuch von Peter Weyer aus der Verwaltung sowie Gerhard Wattenberg und Klaus Steinmetz vom Seniorenbeirat (v. l.). Foto: pr

Unter der Gesamtleitung des Gremiumsprechers Lennart Domnick und der Moderation von Linda-Marie Rolfsmeyer haben die Arbeitsgruppen sich zum Beispiel mit den Themen "Skatepark", "Waldfreibad", "Kinderkino", "Silvesterparty" "Internetauftritt", "Vlothoer Jugendbands" und den "Kinderspielplätzen" beschäftigt. Dazu trugen auch die Besucher bei, die zusätzlich in den Projektgruppen mitarbeiten und bei der Tagung zeitweise als Gäste teilnahmen. So waren etliche Vertreter verschiedener Vlothoer Nachwuchsbands erschienen, um sich über Rahmenbedingungen und Abläufe für ihre Auftritte beim Vlothoer Hafenfest zu verständigen. "Dieses Arbeitswochenende ist uns besonders wichtig gewesen, weil wir in verschiedenen Projekten gut vorangekommen sind. Gleichzeitig hatten wir noch Kontakt mit anderen Vertretungsgruppen. Dass so viele Jugendliche sich engagieren und uns bei der Arbeit helfen, obwohl sie keine Parlamentsmitglieder sind, freut mich ganz besonders", sagt Lennart Domnick, Sprecher des KuJpV. "Natürlich gab es keine offiziellen Abstimmungen und Beschlüsse. Diese nehmen wir uns bei der nächsten Sitzung am 1. Juni vor. Dann müssen wir auch weiter über die Finanzierung der vielen Projekte und über die Verwendung unseres kleinen Etats sprechen. Denn ohne Moos ist auch im Jugendparlament nichts los zu machen", erklärt Domnick.

Es scheint, als hätten sich die 20 Vertreter der Vlothoer Jugend zur Aufgabe gemacht, wirklich etwas zu bewegen. Mehmet Sol, Mitglied des Sprecherteams, freute sich über das Interesse der ebenfalls zeitweise anwesenden Schülervertreter der drei weiterführenden Schulen in Vlotho. "Das Treffen ist sehr gut gelaufen. Es ist uns wichtig, etwas für die Schüler zu tun. Deshalb wollen wir in Zukunft mit den Schülervertretungen noch näher zusammen arbeiten", sagen die Jugendlichen.


Zuspruch aus den Schülervertretungen: Das Kinder- und Jugendparlament hofft auf eine enge Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen - hier das Schulzentrum an der Südspange aus der Vogelperspektive. Foto: Edwin Dodd

Zusammenhalt der Parlamentarier gestärkt Einen guten Austausch gab es ebenfalls mit den Vertretern des Seniorenbeirats. Diese hatten sich einen Kontakt zu den Jugendlichen gewünscht. Klaus Steinmetz und Gerhard Wattenberg erzählten von ihren Erfahrungen und Herausforderungen und sprachen ihre Anerkennung für das Engagement der Jugendlichen aus. Am Sonntagvormittag blickte die Gruppe auf die noch kurze Zeitspanne bis zur Neuwahl des Parlaments nach den Sommerferien. Neben viel produktiver Arbeit habe das Wochenende besonders den Zusammenhalt der Parlamentarier gestärkt. Johannes Schröder (Stätte der Begegnung) freute sich darüber, dass fast alle Anwesenden sich eine erneute Kandidatur und die Weiterarbeit im Parlament vorstellen konnten. In der Abschlussrunde lobten Charlotte Frodermann und Taylan Aggül, auch im Sprechergremium, den Einsatz der Jugendlichen. Linda-Marie Rolfsmeyer vom Kinder- und Jugendparlament berichtet über die Arbeitstagung im GESW am vergangenen Wochenende.

Copyright © Vlothoer Anzeiger 2010.

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24.03.2010 Vlothoer Anzeiger  

CDU favorisiert Edelstahl-Lösung fürs Freibad

Fraktion hat Entscheidung getroffen
VON OLIVER PLÖGER, VLOTHOER ANZEIGER

Die Vlothoer CDU favorisiert beim Freibad die so genannte "große Lösung", das heißt: beide Becken in Edelstahl sanieren. Das machte Heinz-Friedrich Wattenberg im Anschluss an die jüngste Fraktionssitzung deutlich.

Die Christdemokraten hätten sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, meinte der Fraktionsvorsitzende gestern im Pressegespräch. Rasches Handeln sei aber jetzt notwendig, im Herbst müssten die Arbeiten beginnen. Die Stadtverwaltung habe ihre Hausaufgaben erledigt, die Politik habe genügend Informationen bekommen. Dazu habe auch ein Fragenkatalog der CDU beigetragen.

Das Naturbad, wie ursprünglich ebenfalls vorgeschlagen, lehnen die Christdemokraten ab. Sinnvoll sei es auch, die 600 000 Euro aus dem Konjunkturpakt komplett für das Projekt zu nutzen. Für die CDU sei es jetzt an der Zeit, ein Zeichen zu setzen. Wattenberg mit Blick auf die Bedeutung der Freibad-Zukunft: "Schön wäre auch ein einstimmiger Ratsbeschluss."

Wichtig sei jetzt noch das grüne Licht der Finanzverwaltung. Die Stadtwerke sollen das Freibad von der Stadt Vlotho pachten und dann natürlich für die fehlenden Mittel - noch einmal 600 000 Euro - aufkommen. Ob die Finanzbehörde diesen "Kunstgriff" akzeptiert, ist zur Stunde nicht bekannt, soll aber in den nächsten Tagen mitgeteilt werden. Käme die Verpachtung und die möglichen steuerlichen Erleichterungen nicht zustande, müsste, so Wattenberg, ganz neu gedacht werden.

Lob für Förderverein und Jugendparlament

Lob hatte Wattenberg für den Förderverein parat, der bereits 180 000 Euro in die Sanierung gesteckt hat. "So kreativ ist Ehrenamt." Erstaunlich sei auch, wie sich das neue Vlothoer Jugendparlament in die Thematik einbringe. Hier sprach Wattenberg speziell die vorgeschlagene Beachvolleyball-Anlage an.

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18.03.2010 Mindener Tageblatt  

Für mehr Vergnügung im Waldfreibad

Dritte Sitzung des Kinder- und Jugendparlamentes / Amtszeit auf zwei Jahre verlängern? / Arbeitswochenende im April
VON THILO KÖTTERS

Vlotho (va). Kinder- und Jugendliche haben seit dem Sommer ein eigenes Parlament in Vlotho. Dass es seine Aufgabe ernst nimmt, daran ließen die Mitglieder auch bei ihrer dritten Sitzung keinen Zweifel. Projekte nehmen Formen an, und auch politisch äußert sich das Gremium - etwa beim Thema Waldfreibad.

"Wir fordern den Ausbau der Vergnügungsanlagen", heißt es in einer Erklärung, die das Kinder- und Jugendparlament in der Stadt Vlotho (KuJPV) allen Ratsfraktionen zustellen will. Unter anderem wird der Bau eines Beachvolleyballfeldes und die Aufstellung von Fußballtoren angeregt. Dies sei mit relativ geringen Kosten verbunden, würde die Attraktivität des Bades aber gleichzeitig immens steigern. Rutsche und Sprungturm wollen die Jugendlichen dagegen erhalten wissen. "Ohne diese Anlagen gibt es kaum noch einen Reiz für Jugendliche", finden sie.



Der Großteil der Mitglieder des Kinder- und Jugendparlaments nahm an der Dritten Sitzung des Gremiums teil und behandelte eine Fülle von Themen. VA-Foto: Thilo Kötters

Bei der Umgestaltung und der Umsetzung ihrer Vorschläge möchten sich die Vlothoer auch persönlich einbringen - etwa in Form eines Arbeitseinsatzes am Wochenende. Dazu soll Kontakt zum Freibad-Förderverein gesucht werden. "Ursprünglich kamen da Bedenken von der Versicherung. Wenn wir aber nur die Erde ausheben und den Sand reinfüllen, dürfte es kein Problem geben", so Sprecher Lennart Domnick. "Ich denke, dass wir 20 Leute zusammenkriegen, die Spaß an der Sache haben."

Bevor Domnick der Runde das Schriftstück zum Freibad vorstellte, das eine Projektgruppe erarbeitet hatte, waren Berichte aus anderen Arbeitsgruppen zu hören. So stellte eine davon einen guten Überblick über die Vlothoer Bandszene zusammen. In naher Zukunft soll es eine Musikveranstaltung für junge Leute geben. In Abstimmung mit der Vlotho Marketing, so Lennart Domnick, solle nun der Freitagabend während des Hafenfestes im Juni die Kulisse für ein solches Event bilden, die Bühne stünde den Bands dann zur Verfügung. Ob es in naher Zukunft eine Zeltfete geben wird, ist dagegen fraglich. Eine Kostenprognose von 10 bis 15.000 Euro bedeutet, dass viele Geldgeber nötig sind.

Und dann ist da noch das Thema Skaterpark, den die damit beschäftigte Projektgruppe am liebsten neu bauen möchte, weswegen jetzt zunächst die Standortfrage geklärt werden muss. Relativ weit fortgeschrittene Planungen gab es jedoch bei einem Thema, zu dem sich die Arbeitsgruppe jetzt erst gründete: Filmvorführungen im Rahmen eines Jugend- und Kinderkinos, da waren sich die Anwesenden einig, soll es bald regelmäßig in Vlotho geben. Einige Mitglieder des KuJPV wollen sich dafür einsetzen. So hat das Evangelische Kinder- und Jugendzentrum (EKJZ) vorgeschlagen, dafür den Raum und einen Beamer zur Verfügung zu stellen. So müssten die Organisatoren des KuJPV lediglich für Aufbau, Organisation und Betreuung sorgen. Angesprochen werden soll die Altersgruppe zwischen neun und zwölf Jahren - da für diese nach Meinung vieler noch Angebote in Vlotho fehlen. Aus dem Budget des Parlamentes, das 1 000 Euro zur Verfügung hat, werden 75 Euro für Getränke und Popcorn fürs Kinderkino zur Verfügung gestellt.

Eins wurde den Mitgliedern auf ihrer dritten Sitzung allerdings bewusst: Viel Zeit bleibt in der aktuellen Wahlperiode nicht mehr, um etwas auf die Beine zu stellen. Ob man denn die für die Zeit nach den nächsten Sommerferien vorgesehene Neuwahl zum KuJPV um ein Jahr nach hinten verlegen könnte, wurde angeregt. So hätte das Gremium mehr Arbeitsspielraum. Lennart Domnick erkundigte sich kurz bei Peter Weyer von der Verwaltung, ob dies innerhalb einer laufenden Amtszeit möglich wäre. Dies sei zwar ungewöhnlich, letztlich sei das KuJPV aber eine Art Verein, und der gebe sich seine eigene Satzung, entgegnete Weyer. Endgültig darüber entschieden werden soll auf dem Arbeitswochenende im April. Dann wollen die Jungparlamentarier an drei Tagen mit zwei Übernachtungen ihre vielen "Baustellen" in Ruhe weiter bearbeiten und mit ihrer Arbeit vorankommen.

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15.11.2010  

Das Vlothoer Jugendparlament kämpft für bessere Freizeitmöglichkeiten

VON JULIA KLOCKE UND MICHELLE SCHÜRMANN,
WESER-GYMNASIUM VLOTHO, KLASSE 8B


Alina Eisbein. Foto: Julia Klocke

Vor der 1. Sitzung: Alina, was sind die Ziele, die du im Jugendparlament erreichen möchtest?
Wir wollen Vlotho für die Jugendlichen verändern. Das heißt: wir wollen es interessanter machen und mit  mehr Aktivitäten gestalten.

Für welche Aktivitäten wirst du dich einsetzen?
Bald soll es eine Dirtline geben. Außerdem soll die zerstörte Skater-Rampe neben dem DRK- Gebäude restauriert werden oder eine neue Skaterbahn eröffnet werden. Die Innenstadt soll mit mehr Geschäften ausgestattet werden und wieder lebhafter erscheinen. Für diese Punkte setzen wir uns speziell ein.

Denkst du, dass das Jugendparlament gute Chancen hat, dies zu verwirklichen?
Ja, das glaube ich wirklich. Denn wir treffen uns ca. einmal im Monat und ich hoffe, dass der Bürgermeister uns ernst nimmt und auf unsere Wünsche eingeht.

Was erhoffst du dir von der 1. Sitzung?
Dass wir zunächst das Wichtigste besprechen und dass die Ideen von uns Schülern durchgesetzt werden. Außerdem sollen unsere Stimmen zählen und nicht immer nur die von den Erwachsenen.

Nach der 1. Sitzung: Alina, war die Sitzung so, wie du sie dir vorgestellt hast?
Ja, denn der Bürgermeister hat uns ernst genommen und ist auf unsere Wünsche und Vorschläge sehr gut eingegangen.

Und wie lief die Sitzung genau ab?
Zuerst wurden wir alle sehr herzlich vom Bürgermeister und den ganzen Vlothoer Parteien im Rathaus aufgenommen. Wir sind die Satzungen durchgegangen und haben den Pressesprecher/das Presseteam gewählt. Danach haben wir zusammen das Wesentliche besprochen und haben von unseren Ideen berichtet.

Wer wurde als Pressesprecher gewählt?
Der Pressesprecher ist Lennart Demnick. Seine Vertreter (Pressesprechergruppe) sind Charlotte Frodermann, Linda Rolfsmeyer, Mehmet Sol und Philip Behrwaldt.

Wie werden die Aktivitäten des Jugendparlamentes finanziert?
Der Stadtrat stellt uns ein Budget zur Verfügung. Das Geld werden wir sinnvoll einsetzen. Wir hoffen damit, die Wünsche der Jugendlichen zu ermöglichen.

Wir drücken dir ganz fest die Daumen und hoffen sehr, dass Vlotho der neue Anziehungspunkt für Jugendliche wird!

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09.11.2009 Vlothoer Anzeiger  

Fruchtbarer Arbeit steht nichts mehr im Weg

Konstituierende Sitzung des Kinder- und Jugendparlaments am Mittwochabend / Sprecher und Vertreter gewählt
VON JAN HENNING ROGGE Vlotho (va).

Aller Anfang ist schwer - auch der eines Kinder- und Jugendparlamentes. Bei der ersten Sitzung des jüngsten gewählten Vlothoer Gremiums mussten gestern Abend zunächst die parlamentarischen Notwendigkeiten erledigt werden. Erst in der nächsten Sitzung wird sich das Parlament mit konkreten Themen beschäftigen.


Die erste Abstimmung im Parlament. VA-Fotos: J.H.Rogge

"Wir nehmen dieses Parlament ausgesprochen ernst", erklärte Bürgermeister Bernd Stute in seiner Begrüßung der Parlamentarier. "Wir wollen einen fruchtbaren Dialog." Und der solle auf Augenhöhe stattfinden. "Die Tür ist immer offen - nach Voranmeldung natürlich."

Doch vor die fruchtbare Arbeit des Parlamentes hat die Demokratie eine Verfassung gesetzt. Die war bereits zuvor von Jugendlichen unter der Anleitung von Johannes Schröder von der Stätte der Begegnung erarbeitet worden - und wurde von den Parlamentariern nach nur kurzer Diskussion verabschiedet. Künftig kann sie mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit vom Kinder- und Jugendparlament selbst geändert werden.


Haben die Satzung in der Hand: Linda Rolfsmeyer, Mehmet Sol, Lennart Domnick, Philipp Berwaldt und Charlotte Frodermann.

Lennart Domnick ist der erste Sprecher des Parlamentes. 20 Jugendliche werden nun in Vlotho die Stimme ihrer Generation sein. Die bereits an den Schulen gewählten Parlamentarier nahmen die von Gremien wie dem Stadtjugendring entsandten Vertreter in ihre Mitte auf. Auch die Wahl der Sprecher absolvierte das junge Gremium gleich am ersten Abend. Gewählt wurde Lennart Domnick, Oberstufenschüler am Weser-Gymnasium. Ihm zur Seite stehen vier Stellvertreter: Linda Rolfsmeyer, Mehmet Sol, Philip Berwald und Charlotte Frodermann. Sie unterlagen Lennart Domnick bei der geheimen Wahl und wurden automatisch zu seinen Stellvertretern. Bereits zuvor hatten sie sich jedoch dafür ausgesprochen, als Team zusammenzuarbeiten.


Lennart Domnick ist der erste Sprecher des Parlamentes.

Einiges an Arbeit kommt auf den Sprecher zu. Künftig wird er in den städtischen Gremien die Meinung der Jugendlichen vertreten und auch organisatorisches für das Parlament erledigen. Und da gibt es anscheinend noch Verbesserungsbedarf. Wie einige der Parlamentarier berichteten, hatten sie von der gestrigen Sitzung nur durch Zufall erfahren - im Bus.

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09.10.2009 Mindener Tageblatt  

"Wir wollen Disco-Bus nach Vlotho holen"

Wahlen zum Kinder- und Jugendparlament im Schulzentrum abgeschlossen / Erste Sitzung auf November verschoben
VON JAN HENNING ROGGE

Vlotho (va). Zwölf Schülerinnen und Schüler stehen an Haupt- und Realschule bereit. Sie warten darauf, dass es endlich losgeht mit ihrem Parlament. Damian Ostrowski ist einer von ihnen. Der 15-Jährige ist frisch gewählter Parlamentarier.

"Mir macht das Spaß", sagt er, "ich vertrete gerne die Interessen der Vlothoer Jugend und interessiere mich für Politik." Mit seinem Engagement muss er nun aber noch ein bißchen warten. Eigentlich sollte die erste Sitzung des neuen Parlamentes schon heute um 12 Uhr stattfinden. "Das ist nun doch zu kurzfristig", erklärt Johannes Schröder, Mitarbeiter der Stätte der Begegnung und zuständig für die Koordinierung des Projektes Kinder- und Jugendparlament. "Deshalb haben wir die erste Sitzung auf den 6. November verlegt, da ja nun erstmal die Herbstferien sind."



So sehen Parlamentarier aus: Die gewählten Vertreter der Haupt- und der Realschule werden bald ihre Arbeit im Kinder- und Jugendparlament aufnehmen. VA-Foto: Jan Henning Rogge

Der Begeisterung der Jugendlichen wird das jedoch keinen Abbruch tun. Denn einige von ihnen setzen sich schon lange für das Parlament ein. So zum Beispiel Taylan Aggül. Seit rund einem Jahr engagiert er sich nun schon für die Vlothoer Kinder und Jugendlichen. "Ich habe schon an dem Entwurf der Satzung mitgearbeitet", sagt der 16-Jährige. Jetzt wurde er gewählt.

Der Grund für seine Motivation liegt bereits sechs Jahre zurück. "Ich bin damals aus der Türkei nach Deutschland gekommen", berichtet er. "Ich fand, dass es für Kinder und Jugendliche nicht wirklich etwas gab. Das will ich ändern."

Jeweils sechs Schülerinnen und Schüler wurden an der Haupt- und an der Realschule in dieser Woche gewählt. Jeweils vier von ihnen werden einen festen Platz im Parlament haben, die anderen sind ihre Stellvertreter. Vorschläge haben die zwölf schon eine Menge. Das wohl wichtigste Anliegen der Älteren: der Disco-Bus. Der hält nämlich bislang nicht in Vlotho. Ein Problem für die Vlothoer Jugendlichen, die Herforder oder Mindener Diskotheken besuchen und sich an den geltenden Jugendschutz halten wollen. Zwischen Herford und Vlotho gibt es nämlich ab 20.33 bis 5.33 Uhr keine Nahverkehrsverbindung, zwischen Minden und Vlotho sieht es ähnlich aus. "Wir wollen den Disco-Bus", meint deshalb Linda-Marie Rolfsmeyer (16).

Das Thema Busverkehr scheint die Vlothoer Schülerschaft insgesamt zu beschäftigen - die Schülervertreter des Weser-Gymnasiums bemängelten bereits die Unregelmäßigkeiten (VA-Bericht vom Donnerstag). Und auch der 17-jährige Rudolf Engelbrecht hat konkrete Forderungen: "Wartehäuschen an den Bushaltestellen am Schulzentrum." Die möchte er mit Hilfe des Parlamentes durchsetzen. Denn bisher würden die Schüler dort bei Wolkenbrüchen im Regen stehen, erklärt er. Und gleich nebenan fehlt seiner Meinung nach noch etwas. "Wir brauchen mehr Sitzplätze rund um das Schulzentrum."

Aber damit sind die Themenfelder, in denen die Jugendlichen arbeiten wollen, noch lange nicht ausgereizt. "Sport, Bildung und Freizeit", steckt Damian Ostrowski seine zukünftigen Arbeitsbereiche großzügig ab. Und damit trifft er den Nerv der Nachwuchspolitiker. Denn gerade der Freizeitbereich ist eines der Themen, der allen künftigen Parlamentariern unter den Nägeln brennt.

"Es hat ja eine Umfrage unter den Vlothoer Jugendlichen gegeben", sagt Linda-Marie Rolfsmeyer. Damals sollte herausgefunden werden, welche Wünsche die Jugendlichen haben. "Jetzt wollen wir versuchen, diese Ideen umzusetzen." Eine weitere Skater-Rampe könnte sie sich gut vorstellen. Oder eine Dirt-Bike-Bahn, ein Parcours für Mountainbikes.

Gemeinschaftssinn steht im Vordergrund

Solche Pläne kann das Parlament künftig der Stadtverwaltung vorschlagen. Sorgen, dass sie nicht alle Vlothoer Kinder- und Jugendlichen vertreten, haben die 12 neuen Parlamentarier nicht. "Wir wurden zwar nicht von allen gewählt - aber von den meisten", sagt Taylan Aggül. Und Rudolf Engelbrecht sieht bei diesem Projekt vor allem den Gemeinschaftssinn: "Es ist doch egal, von welcher Schule wir kommen, ob Gymnasium, Haupt- oder Realschule - wir sind alle Jugendliche!"

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